Tolerante Schule

Vielfalt verstehen und Verantwortung übernehmen

Toleranz, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander sind wichtige Grundlagen unserer Schulgemeinschaft. Am FSG sollen Schülerinnen und Schüler lernen, unterschiedlichen Lebensweisen, Religionen, Kulturen und Perspektiven offen zu begegnen und sich aktiv gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen.

Dabei verstehen wir Toleranz nicht nur als Thema des Unterrichts. Begegnungen, außerschulische Lernorte, Workshops und gemeinsame Erfahrungen bieten unseren Schülerinnen und Schülern immer wieder die Möglichkeit, sich mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen, eigene Perspektiven zu hinterfragen und Verantwortung für ein respektvolles Zusammenleben zu übernehmen.

Unser Konzept begleitet die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg. Schwerpunkte bilden insbesondere die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Frieden und Erinnerungskultur sowie die Förderung von Gemeinschaft, Offenheit und gegenseitigem Respekt.

Antisemitismus begegnen und jüdisches Leben kennenlernen

Die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben, Antisemitismus und der Geschichte der Verfolgung findet bei uns in unterschiedlichen Jahrgangsstufen und an verschiedenen Lernorten statt.

Bereits in Klasse 6 besuchen die Schülerinnen und Schüler die Synagoge und erhalten Einblicke in jüdisches Leben und jüdische Traditionen.

In Klasse 7 setzen sie sich mit den Stolpersteinen in Trier und den Lebensgeschichten der Menschen auseinander, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Durch das gemeinsame Reinigen der Stolpersteine leisten sie zugleich einen aktiven Beitrag zur Erinnerungskultur. In Klasse 8 erkunden die Schülerinnen und Schüler das jüdische und mittelalterliche Trier und entdecken dabei Spuren jüdischer Geschichte in ihrer eigenen Stadt.

Beim Besuch der Gedenkstätte Hinzert beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der MSS10 mit Verfolgung und Unrecht während der Zeit des Nationalsozialismus.

In der MSS 10 und 11 setzen sie sich zudem mit Trier in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und nehmen dabei insbesondere die Geschichte ihrer eigenen Region in den Blick.

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Interkulturelles Lernen

Vorurteile entstehen häufig dort, wo Wissen und persönliche Begegnungen fehlen. Deshalb schaffen wir Möglichkeiten, andere Religionen, Kulturen und Lebensrealitäten kennenzulernen und uns zugleich kritisch mit Rassismus und Ausgrenzung auseinanderzusetzen.

So beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen mit dem Islam und setzen sich mit religiösen Traditionen und Lebensweisen auseinander. In Jahrgangsstufe 8 erhalten sie im Rahmen eines Vortrags Einblicke in die Geschichte, Kultur und Lebensrealitäten Äthiopiens. Dabei lernen sie auch unsere Partnerschule, die Don-Bosco-Schule in Adami Tullu und die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft näher kennen.

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Homophobie entgegenwirken

Auch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Lebensweisen gehört für uns zu einer Schule, in der sich alle Menschen respektiert und angenommen fühlen sollen.

In Klasse 8 finden hierzu Angebote in Zusammenarbeit mit pro familia statt. Darüber hinaus bietet unsere Queer-AG Schülerinnen und Schülern Raum für Austausch und setzt sich aktiv für Vielfalt, Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander an unserer Schule ein. Mit eigenen Aktionen trägt sie dazu bei, für queere Lebensrealitäten zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen.

Frieden und Erinnerungskultur

Anlässlich der historischen Gedenktage am 9. November und 27. Januar finden deshalb in unserem Raum der Stille Gedenkveranstaltungen statt. Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen beschäftigen sich dabei mit Erinnerung, Verantwortung und den Lehren aus der Vergangenheit.

Auch außerschulische Lernorte spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei der Fahrt nach Verdun setzen sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen mit dem Ersten Weltkrieg, der deutsch-französischen Geschichte sowie der Bedeutung von Frieden und Verständigung auseinander.

Auf der gemeinsamen Fahrt der 10. Klassen nach Weimar, Buchenwald und Erfurt begegnen ihnen unterschiedliche Facetten deutscher Geschichte. Während in Weimar Kunst und Literatur im Mittelpunkt stehen, beschäftigen sie sich in der Gedenkstätte Buchenwald intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus. In Erfurt richtet sich der Blick zusätzlich auf die Geschichte der DDR.

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Gemeinschaft und Toleranz fördern

Gemeinsame Erlebnisse stärken Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und das Miteinander. Deshalb gehören gemeinschaftsbildende Aktivitäten fest zu unserem Schulleben.

In den Klassen 5 bis 7 fördern Teambuilding-Aktivitäten, Wandertage, die Klassenfahrt in Klasse 6 und die Orientierungstage in Klasse 7 die Klassengemeinschaft. In Klasse 9 schaffen fünftägige Sport- oder Kulturtage Raum für gemeinsame Erfahrungen.

Die Einführungstage in Klasse 10 erleichtern den Start in die Oberstufe, während die Kursfahrt in Klasse 11 und die gemeinsame Skifahrt in Klasse 12 das Miteinander über den Unterricht hinaus stärken.

Ein besonderer gemeinschaftlicher Höhepunkt ist unser Spee-Abend. Hier präsentieren Schülerinnen und Schüler eigene Projekte und Initiativen und zeigen, wie vielfältig Engagement und Mitgestaltung am FSG sein können.

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