„Sie war`n voller Neugier, sie waren voller Leben…“ – das singt Reinhard Mey über die Kinder von Izieu. Die Erinnerung an die 44 Kinder, die im April 1944 aus dem Kinderheim von Izieu deportiert wurden, stand im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum 27. Januar im Raum der Stille, die von Schülerinnen der Klassen 7, 9 und 10 mitgestaltet wurde und von ca. 270 Schülerinnen und Schülern besucht wurde.
Erinnert wurde an die Schicksale der Kinder, die von ihren Eltern getrennt in dem Kinderhaus an der Rhône einen vermeintlich sicheren Zufluchtsort gefunden hatten, z.B. an Georgy, aus dessen Briefen wir Auszüge hörten. Erinnert wurde auch an die Mitarbeiter/innen des Kinderhauses, z.B. an Sabine Zlatin, die als eine von wenigen überlebte und sich später dafür einsetzte, dass in Izieu eine Gedenkstätte eingerichtet wurde.
Die Stürmung des Kinderhauses veranlasste Klaus Barbie. Er ist auch verantwortlich für die Deportationen der Kinder nach Auschwitz. Er war einer der schlimmsten NS-Verbrecher und war als „Schlächter von Lyon“ bekannt.
Reinhard Mey muss in seinem Lied konstatieren: „Die Chronik zeigt, dass keines [der Kinder] den Mördern entging.“ – wie 1,5 Millionen andere jüdische Kinder, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Erinnerung an die Kinder mahnt uns auch heute, uns Antisemitismus und Gewalt entgegenzustellen.